Hirnhautentzündung Meningitis

Informationen zur Entzündung der Hirnhaut

Krankheitsverlauf der Hirnhautentzündung

Der Krankheitsverlauf einer Hirnhautentzündung hängt maßgeblich vom Krankheitserreger ab. Wurde die Krankheit durch einen Virenbefall ausgelöst, so heilt die Entzündung meist ohne Folgen wieder ab, ohne dass eine spezielle Therapie erforderlich ist. Dahingegen ist der Verlauf bei einer bakteriell hervorgerufenen Hirnhautentzündung weitaus kritischer einzustufen. Bis heute ist diese Form der Hirnhautentzündung ein lebensgefährliches Krankheitsbild.

Infektion

Die Ansteckung mit den Erregern einer Hirnhautentzündung erfolgt in der Regel über eine Tröpfcheninfektion. Eine infizierte Person stößt die krankheitserregenden Keime mit dem Atem oder dem Husten in die Luft aus. Atmet nun eine andere Person die Krankheitserreger ein, so können diese in den Körper gelangen und sich dort ausbreiten. Hält man sich über längere Zeit in einem Raum mit einer betroffenen Person auf, so ist eine Ansteckung sehr wahrscheinlich.

Sind die Keime in den Körper gelangt, so folgt eine Inkubationszeit. Diese dauert in der Regel wenige Tage. Erst am Ende der Inkubationszeit treten Symptome auf, an denen der Infizierte seine Krankheit merken kann.

Symptome

Die Symptome einer Hirnhautentzündung bestehen meist in heftigen Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Fieber, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit. Oftmals klagen Erkrankte über eine rasche Zunahme der Symptome. Bleibt die Krankheit unbehandelt, so treten in vielen Fällen zusätzlich Benommenheit, Bewusstseinsstörungen und sogar Koma auf.

Erleidet der Betroffene epileptische Anfälle, weist Störungen des Seh- oder Sprachvermögens auf, leidet an Gesichtsasymmetrie oder Lähmungen, so deutet dies darauf hin, dass nicht nur die Hirnhäute, sondern auch das Gehirn von der Krankheit betroffen ist. In diesem Fall spricht man von einer Gehirnentzündung.

Diagnose

Wenn Anzeichen für eine Hirnhautentzündung vorliegen, sollte in jedem Fall sofort ein Arzt aufgesucht werden, denn möglicherweise entscheiden Stunden maßgeblich über den Krankheitsverlauf.

Bei einem Verdacht auf Hirnhautentzündung werden im Krankenhaus meist zwei Untersuchungen durchgeführt: Die Computertomographie und die Lumbalpunktion.

Die Computertomographie besteht im Röntgen des Gehirns, um scheibenweise Bilder von diesem zu erhalten. Auf den Röntgenbildern lässt sich erkennen, ob vielleicht andere Ursachen für die Symptome in Frage kommen. Beispielsweise kann ein Schlaganfall ursächlich für das Auftreten von Lähmungserscheinungen sein.

Die Lumbalpunktion besteht in der Entnahme von Nervenwasser. Meist wird das Wasser mit einer Hohlnadel im Bereich der Lendenwirbel entnommen. Anschließend wird das Nervenwasser im Labor untersucht. Lassen sich im Nervenwasser Entzündungszellen und Erreger nachweisen, so kann eine Hirnhautentzündung diagnostiziert werden.

Therapie

Um eine bakteriell hervorgerufenen Hirnhautentzündung zu therapieren, wird dem Patienten Antibiotikum verabreicht. Manche Ärzte verabreichen schon Antibiotikum, bevor die endgültige Diagnose vorliegt, um so schnell wie möglich gegen den Erreger vorzugehen und keine wertvolle Zeit zu verlieren. Liegt eine viral bedingte Hirnhautentzündung nachgewiesen, so reicht in der Regel eine Behandlung mit Schmerzmitteln aus, um die Symptome zu lindern.

Bei einem günstigen Krankheitsverlauf, nehmen die Symptome nach Verabreichung des Antibiotikums ab und der Patient ist anschließend ohne Folgeschäden geheilt.

Komplikationen

Breitet sich die Entzündung allerdings im ungünstigen Fall weiter aus, kann das Gehirn durch die Bakterien befallen werden - so entsteht eine Gehirnentzündung. Zudem können durch das Verkleben von Hirnhäuten Funktionsstörungen in der Zirkulation des Hirnwassers verursacht werden. Auch eine Blutvergiftung kann durch die Ausbreitung des Erregers verursacht werden.