Hirnhautentzündung Meningitis

Informationen zur Entzündung der Hirnhaut

Ursachen und Symptome der Hirnhautentzündung

Einer Hirnhautentzündung können verschiedene Ursachen zugrunde liegen, wie z.B. Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten.

Bakterielle Hirnhautentzündung

In den meisten Fällen entsteht die Hirnhautentzündung allerdings durch einen Bakterienbefall der Hirnhäute. Dabei gibt es verschiedene Arten von Bakterien, die diese Krankheit auslösen. Welche Bakterien die Ursache sind, hängt oftmals vom Alter des Erkrankten ab. Bei Neugeborenen unter 3 Monaten werden oft Streptokokken oder Kolibakterien nachgewiesen, die sonst im Magen-Darm-Trakt vorkommen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen ist die Entstehung einer Hirnhautentzündung oftmals auf einen Befall mit Meningokokken oder Pneumokokken zurück zu führen.

Dabei müssen Meningokokken nicht immer gefährlich sein. Etwa 10% der europäischen Bevölkerung tragen diese Bakterien im Nasenraum, ohne deshalb eine Krankheit zu entwickeln. Mit ihren kleinen Fortsätzen heften sich die Meningokokken an die Schleimhäute des Nasenraums und können dort mehrere Monate unentdeckt verharren. Sobald das Imunsystem des Menschen geschwächt ist, vermehren sich die Meningokokken allerdings oftmals in hoher Geschwindigkeit. Dann besteht eine große Gefahr, dass sie die Nasenschleimhäute durchdringen und die Hirnhäute erreichen, wo sie eine Entzündung der Hirnhaut bewirken.

Virale Hirnhautentzündung

Eine Entzündung der Hirnhaut kann auch viral bedingt sein. In vielen Fällen tritt sie in Begleitung mit einer anderen Viruserkrankung auf wie z.B. Masern, Mumps oder Windpocken. Auch Herpes-Simplex-Viren können eine Hiernhautentzündung auslösen. Zudem gibt es verschiedene Viren, die durch Zecken oder Stechmücken übertragen werden können und eine viral bedingte Hirnhautentzündung hervorrufen können. Diese Form der Hirnhautentzündung verläuft oftmals gutartiger als die bakterielle Variante. Meist heilt eine viral bedingte Entzüdnung der Hirnhäute spontan wieder ab.

Hirnhautentzündung durch Parasiten

Wenn in der Gehirn-Rückenmarks-flüssigkeit eine Eosinophilie nachgewiesen werden kann, dann deutet dies auf einen Befall durch Parasiten hin. Meist handelt es sich bei den Parasiten um den Ratten-Lungenwurm oder andere Fadenwürmer. Wenn ein Wurm über die Nahrung in den Organismus aufgenommen wurde, beträgt die Inkubationszeit circa 2-35 Tage. Danach äußert sich der Befall durch Kopfschmerzen und Übelkeit, was durch die Wanderung der Larven ins Gehirn bedingt ist.

Symptome der Hirnhautentzündung

Typische Symptome einer Hirnhautentzündung sind:
  • Starke Kopfschmerzen
  • Nackensteifheit
  • Schmerzen beim Vorbeugen
  • Übelkeit
  • Fieber
  • Bewusstseinsstörungen
  • Erhöhte Geräusch- und Lichtempfindlichkeit
  • Reizbarkeit
  • Kleinfleckige Blutungen auf der Haut
Wenn Anzeichen für eine Hirnhautentzündung vorliegen, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, denn unter Umständen können bei dieser Krankheit wenige Stunden über den Krankheitsverlauf entscheiden. Ist die Hirnhautentzüdung auf eine Infektion mit Bakterien zurückzuführen, so besteht Lebensgefahr.

Wenn sogar epileptische Anfälle, Lähmungserscheinungen, Sprach- oder Sehstöhrungen oder Gesichtsasymmetrie auftreten, besteht dringender Verdacht auf eine Gehirnentzündung. Das bedeutet, dass der Erreger nicht nur die Hirnhäute, sondern auch das Gehirn befallen hat. Auch hier gilt es, sofort einen Arzt aufzusuchen.